28.06.2022

Bürgschaftsbank Sachsen erweitert Finanzierungshilfen für Unternehmen

Maximale Bürgschaftshöhe und Kreis der förderfähigen Unternehmen deutlich ausgedehnt


Dresden, den 28.06.2022: Die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) baut ihr Kerngeschäft weiter aus. Die Spezialbank kann künftig noch höhere Kreditbeträge absichern und noch mehr Unternehmen im Freistaat zu Fremdkapital verhelfen. Ermöglicht wird dies durch eine entsprechende Erweiterung der Risikoübernahme des Freistaates Sachsens gegenüber der BBS.

Mit der Ausweiterung ihres Bürgschaftsangebots gehen im Kern folgende Änderungen bei der BBS einher:

  • Obergrenze bei Bürgschaften auf 2,5 Mio. Euro erhöht
  • Bürgschaften für Unternehmen aller Größen möglich (Wegfall der Beschränkung auf KMUs)

Die Neuerungen im Detail:

Ab sofort übernimmt die BBS Ausfallbürgschaften in Höhe von bis zu 2,5 Mio. Euro gegenüber der finanzierenden Hausbank. Der bisherige Maximalbetrag von 2 Mio. Euro wird somit um 25 Prozent gesteigert. Darüber hinaus können fortan Unternehmen sämtlicher Größenordnungen von der Finanzierungshilfe der BBS profitieren. Bislang bürgte die BBS ausschließlich für kleine und mittlere Unternehmen. Diese Begrenzung ist jetzt hinfällig. Die BBS unterstützt auch Unternehmen mit 250 oder mehr Beschäftigen, über 50 Mio. Euro Jahresumsatz und mehr als 43 Mio. Euro jährlicher Bilanzsumme bei ihren Investitionsvorhaben.

Die neuen Regelungen korrespondieren mit dem Anspruch der BBS, die gewerbliche Wirtschaft Sachsens in ihrer Gesamtheit zu fördern und Unternehmen über alle Entwicklungsstufen hinweg zu begleiten. Neben etablierten Unternehmen können wie gewohnt auch Existenzgründende und Freiberuflerinnen und Freiberufler die Dienste der BBS in Anspruch nehmen. Der maximale Bürgschaftsanteil von 80 Prozent des Kreditbetrages bleibt bestehen. Allein im vergangenen Jahr vergab die BBS knapp 200 Bürgschaften und Garantien und ermöglichte damit Investitionen von insgesamt 158,6 Mio. Euro in Sachsen.

Die Bürgschaftsangebote der BBS werden auch in Zukunft durch die Sächsische Aufbaubank (SAB) ergänzt. Diese vergibt über das „SAB Bürgschaftsprogramm Sachsen“ fortan Bürgschaften in Höhe von 2,5 bis 20 Mio. Euro.

Hartmut Vorjohann, Sächsischer Staatsminister der Finanzen: „Der Freistaat unterstützt mit seinem Landesbürgschaftsprogramm seit langem Unternehmen in Sachsen, die nicht selbst über ausreichende Sicherheiten zur Aufnahme von Krediten verfügen. Mit der Bürgschaftsbank Sachsen steht ihnen ein vertrauter Ansprechpartner zur Seite. Durch die Ausweitung des Angebots bei der Bürgschaftsbank Sachsen können sich künftig noch mehr Unternehmen zur Finanzierung von Investitionen oder Betriebsmitteln an die Bürgschaftsbank wenden.“

Jörg Dittrich, Vorsitzender des BBS-Verwaltungsrats: „Seit der Gründung der BBS im Jahr 1990 ist die sächsische Wirtschaft beinahe kontinuierlich gewachsen und erreichte letztes Jahr, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, ein neues Höchstniveau. Es erscheint daher nur folgerichtig, dass auch die BBS ihren Leistungsumfang ausdehnt und sich genauso dynamisch weiterentwickelt wie die Finanzierungsbedürfnisse unserer heimischen Unternehmen. Gerade auch in Zeiten signifikanter Preissteigerungen betrachtet es die BBS als ihre Pflicht, den Gewerbetreibenden im Freistaat finanziell noch stärker unter die Arme zu greifen.“

Dr. Katrin Leonhardt, Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB): „Durch die Neuregelung wird für die Unternehmen und die finanzierenden Geschäftsbanken deutlich, wer ab wann und bis zu welcher Grenze die Unternehmen mit Bürgschaften begleitet. Die BBS und die SAB agieren hier partnerschaftlich gegenüber dem sächsischen Mittelstand. Wir freuen uns, dass es gemeinsam mit dem sächsischen Staatsministerium der Finanzen gelungen ist, eine klare Regelung zu treffen.“ 

 

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