25.01.2022

Grußwort des Sächsischen Ministerpräsidenten


"Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

in diesen Wochen bekommen wir im Freistaat Sachsen deutlicher denn je seit Pandemiebeginn vor Augen geführt, dass die Gesundheit unser höchstes Gut und unbezahlbar ist. Daher möchte ich an dieser Stelle, anders als in den Vorjahren, nicht zuerst die wirtschaftlichen Leistungen würdigen, die die Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen (MBG) für unser Land erbracht haben.

Es ist mir ein persönliches Anliegen, vor allem ihren humanitären Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie herauszustellen.

„Ein kleiner Pieks für den Einzelnen, ein großer Schritt für Sachsen.“ Mit diesen Worten haben die beiden Wirtschaftsförderinstitutionen öffentlich zum Impfen aufgerufen und sind selbst mit gutem Beispiel vorangegangen: Ermuntert von der Geschäftsführung ließ sich die überwältigende Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von BBS und MBG schon im ersten Halbjahr 2021 doppelt impfen. Noch vor Jahresende organisierte man dann freiwillige Booster-Impfungen für das gesamte Team und ihre Angehörigen. Die Impfquote liegt bei der BBS und MBG heute weit über dem Bundesschnitt, was mich mit Optimismus erfüllt.

Seien Sie gewiss: Bei all meinen besorgten Blicken in die Praxen und Krankenhäuser, von denen manche noch immer an und über der Belastungsgrenze agieren, gilt mein Augenmerk immer auch dem Wohlergehen der Unternehmen hierzulande – gerade auch weil sie als Arbeitgeber für die finanzielle Existenz hunderttausender Sachsen sorgen. Ich bin daher enorm dankbar für das unermüdliche Engagement, mit dem die BBS und MBG im letzten Jahr wieder zahlreiche Wirtschaftsprojekte auf ein gesundes Finanzfundament gestellt haben.

Mit insgesamt 199 Bürgschaften und Garantien schaffte die BBS die Grundlage für Investitionen in Höhe von 158,6 Millionen Euro und mehr als 3.300 Arbeitsplätze im Freistaat. Besonders freut mich, dass die BBS dabei auch 74 Nachfolgen absicherte und somit dazu beitrug, oftmals alteingesessene sächsische Betriebe zu erhalten. Die MBG setzte sich in den vergangenen Monaten aber auch besonders für junge Unternehmen ein, denn sie müssen in dieser Pandemie als wirtschaftliche Risikogruppe gelten. Ihr finanzielles Immunsystem stärkte die MBG mit Mitteln aus dem Corona-Hilfsfonds für Start-ups, der gemeinsam mit Bund und Land finanziert und bereits aufgestockt wurde. Bis heute hat die MBG schon 94 hilfsbedürftigen Start-ups in Sachsen unter die Arme gegriffen, indem sie Beteiligungskapital über insgesamt 39,9 Millionen Euro zusagte.

Die Investitionszahlen bestätigen die Eindrücke, die ich in meinen Gesprächen mit aufstrebenden wie gestandenen Unternehmerinnen und Unternehmern sammeln konnte: Der Gestaltungswille und die Verantwortungsbereitschaft sind auch in Pandemiezeiten unerschütterlich in der sächsischen Unternehmerschaft verankert. Zugleich darf ich Ihnen versichern: Wer etwas in diesem Land bewegen will, kann auch im neuen Jahr auf die finanzielle Unterstützung der BBS und MBG zählen.

Eine noch grundsätzlichere Voraussetzung für wirtschaftliche Schaffenskraft ist und bleibt aber die Gesundheit. Gleichsam verliert jeder unternehmerische Erfolg an Wert für uns Menschen, wenn er nicht mit Gesundheit einhergeht. Deshalb möchte ich Sie eindringlich dazu aufrufen: Falls Sie bislang noch gezögert haben, dann tun Sie es den Beschäftigten von BBS und MBG gleich und lassen Sie sich bitte impfen – in Ihrem eigenen Interesse und zum Wohl der Menschen, die Ihnen nah sind. Denn genauso wie unsere soziale Marktwirtschaft auf Finanzfürsorge beruht, wie sie die BBS und MBG leisten, so gründet auch unsere freiheitliche Demokratie auf Solidarität.

In diesem Sinne wünsche ich mir für uns alle: Lassen Sie uns als Gesellschaft zusammenhalten und diese Pandemie besiegen. Nur gemeinsam können wir erreichen, dass wir Sachsen im Jahr 2022 wieder öfter mit positiven Schlagzeilen von uns reden machen."

Michael Kretschmer

Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

 

Bildquelle: © photothek.net/Sächsische Staatskanzlei