Glossar

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Eigenkapital

Als Eigenkapital bezeichnet die Betriebswirtschaftslehre jene Mittel, die von den Eigentümern/Gesellschaftern einer Unternehmung zu deren Finanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen belassen wurden. Wer eine Firma gründen will, sollte einen ausreichenden Teil der Finanzierungssumme mit Eigenkapital abdecken.

Eigenmittelparität

In den Rückgarantieerklärungen von Bund und Freistaat für Beteiligungen ist geregelt, dass die neu einzugehende Beteiligung nicht höher sein soll als das vorhandene Eigenkapital. In der Praxis hat diese „Generalklausel“ häufig zu vielen Fragen und Diskussionen geführt und es wurde die Bitte geäußert, eine verbindliche Eigenmittel-Definition zu treffen. Gerne sind wir diesem Wunsch nachgekommen und haben daher gemeinsam mit Vertretern aus dem Sächsischen Staatministerium für Finanzen und dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr folgende Definition vereinbart:

Bilanzielles Eigenkapital gem. § 266 HGB (gezeichnetes Kapital + Rücklagen + Gewinn-/Verlustvortrag + Bilanzergebnis)
./. Ausstehende Einlagen
+ Nachrangiges Mezzaninekapital (mit Restlaufzeit > 3 Jahre), in Frage kommen auch Mittel aus dem ERP-Startfonds, dem ERP-Innovationsprogramm, dem Programm ERP-Kapital für Gründung, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG), des High-Tech Gründerfonds (HTGF), des Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) und der Sächsischen Beteiligungs-gesellschaft (SBG), sofern der Nachrang im Insolvenzverfahren vereinbart worden ist
./. Bereits geleistete MBG-Einlagen, soweit rückgarantiert
+ Nachrangige Gesellschafterdarlehen (Laufzeit > MBG-Beteiligung)
+ Darlehen i.d.R. wirtschaftliches Eigenkapital, wenn nachrangig (bzw. gleichrangig zur MBG-Einlage) und nicht kurzfristig fällig werdend
./. Ausleihungen/Forderungen an Gesellschafter
+ Neue Kapitalzuführungen/Einlagen der Gesellschafter im Rahmen des zu finanzierenden Vorhabens

Eigentumsvorbehalt

Vorbehalt des Lieferanten am Eigentum der gelieferten Ware bis zu deren vollständiger Bezahlung.

Equity Kicker

Möglichkeit der Fremdkapitalgeber oder Mezzanine-Kapitalgeber, Anteile an der zu finanzierenden Personen- oder Kapitalgesellschaft zu Sonderkonditionen zu erwerben.

Ertragsvorschau

In der Ertragsvorschau werden den künftigen Umsätzen und Erträgen die prognostizierten Kosten gegenübergestellt und aus der Differenz ein Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag gebildet. Die Ertragsvorschau dient zur Prüfung der künftigen Rentabilität des Unternehmens.

EU-Beihilferegelungen

Siehe: „de-minimis-Erklärung“

Exit

Ausstieg eines Investors aus einer Beteiligung durch Veräußerung seines Anteils im Wege von: BUY BACK, TRADE SALE, SECONDARY PURCHASE oder GOING PUBLIC.