26.01.2021

Nachfolge-Duo gibt ab sofort den Ton an – Fortbestand der Hörakustik Kufs in Borna gesichert

„Wie bitte?“, „Was hast du gesagt?“ oder einfach nur „Hähh?“ Wenn Sie sich diese Sätze häufiger sagen hören und im südlichen Raum von Leipzig leben, sollten Sie in Erwägung ziehen, einem der drei Hörakustik Kufs Geschäfte einen Besuch abzustatten. Die Fachkräfte dort sind auf das Hören spezialisiert, eine der fünf zentralen menschlichen Sinneswahrnehmungen neben dem Sehen, Riechen, Tasten und Schmecken. Nach einem kostenlosen Hörtest wird jeder Kunde individuell beraten, um die passende Hörhilfe oder auch den richtigen Gehörschutz zu finden. Auch jetzt im Lockdown hat man weiter geöffnet – gutes Hören ist schließlich auch in Pandemiezeiten essenziell.

Jeden Tag aufs Neue widerlegt Hörakustik Kufs das überholte Vorurteil vom auffällig großen, grauen Hörgerät, das ausschließlich ältere Menschen tragen. Tatsächlich präsentieren sich moderne Hörhilfen heutzutage als kleinste HighTech-Gadgets, die per Internet mit dem Smartphone oder Fernseher verbunden werden können und immer häufiger auch hörgeschädigten Menschen weit unterhalb des Rentenalters zu einer geschärften auditiven Wahrnehmung verhelfen. Noch lange nicht an den Ruhestand denken auch Thomas Braune und Enrico Rockstroh, die neuen Inhaber von Hörakustik Kufs. Sie haben das seit fast 30 Jahren bestehende Unternehmen von der Gründerin und bisherigen Eigentümerin Silvia Kufs abgekauft. Den erforderlichen Schallpegel in Sachen Finanzen erreichten sie mit Hilfe der BBS, die den Übernahmekredit der Deutschen Bank verbürgte.

Die Bürgschaft zur Nachfolgefinanzierung ist das Resultat eines zielgerichteten Miteinanders von der BBS und den beiden Übernehmern, wie Enrico Rockstroh näher erläutert: „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der BBS gemacht. Die Zusammenarbeit lief angenehm reibungslos. Unser Anliegen wurde schnell und effektiv bearbeitet, was wir nicht als selbstverständlich betrachten.“ Vor allem in der zeitkritischen Etappe kurz vor Abschluss der Finanzierung habe man einen engen Austausch mit der BBS gepflegt, erklärt Thomas Braune: „In den Hochphasen haben wir täglich mehrfach mit unseren Ansprechpartnern telefoniert und uns immer gut beraten gefühlt. Ohne den Einsatz der BBS hätten wir die Übernahme nicht in dem engen Zeitrahmen umsetzen können.“  Zum 1. Januar 2020 wurden die drei Geschäfte, acht Mitarbeiter und zahlreichen Kunden offiziell übernommen. Als Akquisitionsgesellschaft hatten die beiden Nachfolger die Hörakustik Kufs GmbH gegründet, die sie gemeinschaftlich als geschäftsführende Gesellschafter leiten. In dieser Firma geht das einstige Einzelunternehmen komplett auf. Auch Namensgeberin Silvia Kufs bleibt vorerst weiter operativ tätig und zieht sich bis zu ihrem Ruhestand sukzessive zurück, um einen geordneten Übergang sicherzustellen. Unter den neuen Eigentümern soll das Team dann weiter wachsen.

In Borna, wo sich der Hauptsitz und ein weiteres Geschäft befindet, sowie am dritten Standort Groitzsch steht der Name Kufs synonym für professionelle Hörhilfen aller Art. Überhaupt ist das Unternehmen eng mit der Region verbunden – und das schon seit 1991. Nicht selten kennen die Mitarbeiter ihre Kunden seit etlichen Jahren und statten sogar Hausbesuche ab. „Wir legen viel Wert auf eine persönliche Betreuung. Anders als die großen Filialisten in der Branche nehmen wir uns die Zeit, behutsam auf jeden einzelnen Kunden einzugehen“, berichtet Thomas Braune und ergänzt: „Die optimale Anpassung des Hörgeräts kann schon einmal einige Sitzungen dauern.“ Das verwundert nicht, denn der Hörsinn ist die ausdifferenzierteste Wahrnehmungsform des Menschen. Unser äußerst sensibles Ohr kann Schallwellen in einem Frequenzspektrum von 16 bis 20.000 Herz wahrnehmen und bis zu 400.000 Töne unterscheiden. So zumindest das gesunde Ohr. Um einer Beeinträchtigung des Hörvermögens vorzubeugen, bietet die Hörakustik Kufs neben Hörgeräten aller Marken auch maßgeschneiderte Gehörschutze in verschiedensten Farben und Formen. Solche Präventionsprodukte kommen zum einen im Arbeitsumfeld mit hohem Geräuschpegel, etwa in der produzierenden Industrie, zum Einsatz. Sie werden aber auch für den Freizeitbereich nachgefragt, sei es für Konzertbesuche oder auch um sich zu Hause im Schlafzimmer vor Straßenlärm oder dem schnarchenden Partner abzuschotten.

Die neuesten Hörgeräte eröffnen hingegen komplett neue Klangwelten und sind wahre Technik-Wunder. Sie lassen sich wie ein Headset nutzen und mit Sprachsteuerungs- oder Musikstreaming-Diensten koppeln. Das Thema Modernisierung treibt man bei der Hörakustik Kufs nicht nur mit Blick auf das Produktportfolio voran: „Wir haben unsere Website neu aufgesetzt und bauen zudem unsere Social-Media-Präsenz weiter aus, um verstärkt jüngere Kundengruppen zu erreichen. Immer öfter leiden nämlich auch Menschen an Hörverlust, die noch mitten im Berufsleben stehen“, erklärt Enrico Rockstroh. Der gebürtige Bornaer ist das beste Beispiel: Er trägt selbst seit vielen Jahren ein Hörgerät und kam erstmals 1992 als Kunde zu Silvia Kufs ins Geschäft. Beruflich kreuzten sich die Wege der beiden, nachdem er bei einem großen Hörgerätehersteller im Vertrieb anheuerte. In diesem Kontext lernte er auch den Hörgeräteakustikmeister Thomas Braune kennen, der mit Hörconcept ein eigenes Business in Eilenburg führt. Ihn holte Enrico Rockstroh dann auch mit ins Boot, als er das Angebot zur Übernahme der Hörakustik Kufs erhielt. Als erfahrener Firmenchef mit ausgewiesener Fachkompetenz brachte Thomas Braune genau die Qualifikationen mit, die Enrico Rockstroh in einem Co-Nachfolger suchte. Das Vier-Augen-Prinzip lässt sich schließlich auch auf die Ohren übertragen: Vier Ohren hören mehr als zwei.

 

Bildquelle: Hörakustik Kufs GmbH