09.07.2020

Warum in die Ferne schweifen? Traditionsreiche Brand-Baude wartet in der Sächsischen Schweiz mit neu sanierten Ferienwohnungen auf

Glaubt man den Prognosen der Tourismusindustrie, steht Urlaub in Deutschland diesen Sommer hoch im Kurs. Damit dürften sich auch Ausflugsziele in Sachsen über verstärkten Zulauf freuen. Nachdem der Corona-bedingte Lockdown im Frühjahr vor allem auch das Ostergeschäft stark in Mitleidenschaft gezogen hatte, sind das wieder positive Aussichten für die Gastronomen und Hoteliers im Freistaat. Zuversichtlich ist auch Michael Dora gestimmt, Betreiber der Brand-Baude in Hohnstein. Gute Aussichten gibt es bei ihm frei Haus – wenigstens im wörtlichen Sinne. Seine Berggaststätte mit angeschlossener Herberge thront auf einem Felsplateau inmitten des Elbsandsteingebirges und hat schon vielen Generationen von Gästen einen atemberaubenden Ausblick über das Polenztal eröffnet.

Laut der Überlieferung gab es bereits 1850 das erste Häuschen zur Bewirtung von Wanderern auf dem „Brand“ – so nennt der Volksmund die Felsplatte, die einst durch einen Waldbrand freigelegt wurde. Knapp 200 Jahre später will Michael Dora nun noch mehr Besuchern ein Quartier bieten und das Angebot an Ferienwohnungen auf dem Brand ausweiten. Dazu führt er aktuell umfassende Baumaßnahmen durch, deren Finanzierung die Volksbank Pirna eG von Beginn an begleitet. Damit der Aus- und Umbau erfolgreich zum Abschluss gebracht werden kann, hat die BBS nun ein zusätzliches Darlehen verbürgt.

Die Nachfrage nach Übernachtungen in der Brand-Baude war unabhängig von der Corona-Krise immer weiter angewachsen und so hatte man bereits 2018 mit den Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen begonnen. Sie konzentrieren sich auf zwei der vier Gebäude aus dem Baude-Ensemble: Während die Bauarbeiten am Steinhaus schon fast fertiggestellt sind, drohten für den bevorstehenden Umbau des Haus Rosl zuletzt die Gelder auszugehen. Wie so oft bei größeren Bauprojekten waren die Kosten während der Umsetzung angestiegen, etwa durch zusätzliche Aufwendungen für den Brandschutz oder die Erneuerung des Dachs. Um weitere Finanzmittel bereitstellen zu können, ergriff die Hausbank die Initiative und holte die BBS als Bürge dazu. Michael Dora ist voll des Dankes: „Die Volksbank Pirna habe ich schon immer als sehr beweglich, entscheidungsfreudig und nahbar erlebt. In gleicher Weise begegnete mir auch die BBS stets mit dem Willen, Lösungen zu finden statt Probleme zu sehen. Meine Beraterin Frau Adler zeigte ein umfangreiches Interesse und war zu jedem Zeitpunkt sehr wohlwollend gegenüber meinem Vorhaben eingestellt." Mit ihrer Bürgschaft vervollständigte die BBS das Finanzierungspaket, das neben den Darlehen der Volksbank Pirna eG auch Fördergelder der SAB beinhaltet. Die positiven Intentionen aller Beteiligten haben ihn stets motiviert, berichtet Michael Dora.

Was andererseits die Volksbank Pirna eG zu ihrem Engagement bewegt hat, erklärt Vorstandsmitglied Jens Köhler: „Wir freuen uns, Herrn Dora dabei unterstützen zu können, die Brand-Baude als historisches Denkmal unserer Region zu erhalten und mit den neuen Ferienwohnungen weitere Gäste für das Naherholungsgebiet zu gewinnen.“ Das Bauvorhaben habe die regional stark verankerte Bank vom ersten Gespräch an überzeugt. „In den folgenden sehr vertrauensvollen und ehrlichen Beratungsterminen konnten wir gemeinsam mit Herrn Dora ein individuelles und auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Finanzierungskonzept ausarbeiten und unsere langjährige partnerschaftliche Geschäftsbeziehung weiter stärken.“ Die ganzheitliche Beratung der Volksbank Pirna eG ist durch ihren Status als Genossenschaftsbank nicht nur auf die unternehmerischen Ziele, sondern auch die persönlichen Lebensumstände ihrer Kunden ausgerichtet. „Kundennähe heißt für uns ebenso, dass die von unserer Bank erwirtschafteten Erträge unserem Geschäftsgebiet zugutekommen und wir damit die heimische Wirtschaft fördern“, ergänzt Jens Köhler. Dies dürfte auch im Interesse der Stadt Hohnstein und des Freistaates sein, die die Sanierung der Brand-Baude ebenfalls unterstützt haben – steigert es die Attraktivität der Region als Ausflugsziel doch über die Grenzen von Sachsen hinaus. Aber nicht nur Wanderern soll die Bergwirtschaft künftig als Unterkunft dienen, sondern auch Firmenkunden, etwa für Tagungen und Teambuilding-Events, anlocken.

Bei aller Geschäftstüchtigkeit liegt Michael Dora immer auch die Natur am Herzen. Mit den Verantwortlichen vom Nationalpark Sächsische Schweiz pflegt er eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Das Erdgeschoss im Blockhaus der Brand-Baude stellt er für eine Informationsstelle des Nationalparks zur Verfügung – und das nicht aus Image-Gründen, sondern aus ehrlichem Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt. Um den Verkehr so weit wie möglich einzudämmern, achtet er strikt darauf, dass die Brand-Baude nur von Übernachtungsgästen angefahren werden darf. Tagesausflügler müssen den Felsvorsprung erwandern, jedoch der Ausblick entlohnt allemal für jeden Schritt. Respektvoll geht der Besitzer der Brand-Baude aber nicht nur mit der naturgeschaffenen Landschaft des Elbsandsteingebirges um, sondern auch mit dem, was seine Vorgänger mit Menschenhand erschafft haben. Daher saniert er die Gebäude auch unter gewissenhafter Beachtung des Denkmalschutzes. Mit dem erweiterten Übernachtungsangebot führt er die lange Tradition der Wanderherberge konsequent fort. Das Steinhaus hat bereits acht hochwertig ausgestattete Ferienwohnungen mit umlaufender Balkonanlage erhalten. In den kommenden Monaten wird das Haus Rosl so ausgebaut, dass es Platz für 20 Gäste bietet und entweder als komplettes Ferienhaus oder als sieben einzelne Ferienwohnungen vermietet werden kann. Bis zum Frühjahr 2021 will man alle Bauarbeiten abgeschlossen haben – anders als dieses Jahr zur Corona-Hochphase, soll Ostern nächstes Jahr wieder emsiges Treiben auf dem Brand herrschen.

Wer selbst einmal in der Brand-Baude übernachten und den imposanten Blick ins Grüne genießen möchte, der kann die verfügbaren Ferienwohnungen hier einsehen und buchen.

 

Bildquelle: Brand-Baude KG Bergwirtschaft