06.04.2020

Bürgschaftsbank Sachsen ermöglicht schnelle Finanzierungshilfe für Katzenstein Reisen aus dem Erzgebirge

Nicht trotz, sondern wegen der Krise arbeitet das Team der Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) in diesen Tagen im Akkord: Über 100 Express-Bürgschaften, die von Bund und Land rückverbürgt werden, hat die BBS in den letzten beiden Wochen vergeben und damit zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Freistaat die Liquidität gesichert. Eines von ihnen ist Katzenstein Reisen aus dem Erzgebirge.

2020 – das Jahr, in dem das Busunternehmen sein 30. Jubiläum feiert, hatte noch so vielversprechend begonnen: Die Auftragsbücher waren so voll wie schon lang nicht mehr, so dass Inhaber Peter Meyer erst Anfang März noch einen zusätzlichen Bus angeschafft hatte. Doch die Corona-Krise änderte von jetzt auch gleich alles: Mit dem Erlass flächendeckender Reisebeschränkungen kam das Geschäft Mitte März quasi über Nacht fast komplett zum Erliegen.

Bis auf wenige Fahrten für den ÖPNV stehen die Räder der 13 Busse von Katzenstein Reisen heute still. Keinen Stillstand erlaubte sich dagegen Peter Meyer und handelte entschlossen. Denn seine laufenden Kosten, deren Mammutanteil auf die monatlichen Finanzierungsraten für die Busse entfällt, machen auch in Krisenzeiten nicht Halt. „Wir wollen unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Schließlich haben wir einen guten Ruf zu verlieren“, sagt der Firmenchef. Der erwartete Liquiditätsengpass führte ihn zu seiner Hausbank, der Erzgebirgssparkasse, die wiederum die BBS dazu holte. Diese bewilligte unbürokratisch eine Ausfallbürgschaft, so dass Katzenstein Reisen mit rekordverdächtigem Tempo einen Kredit erhielt. „Ich war selbst erstaunt, wie schnell die Finanzierung abgewickelt werden konnte. Das Ganze hat keine 48 Stunden gedauert“, so Peter Meyer.

Mit Blick in die Zukunft zeigt sich der Geschäftsmann aus dem Erzgebirge heute trotz der Krise zuversichtlich: Die neuen Finanzmittel von seiner Hausbank ermöglichen Katzenstein Reisen theoretisch, Umsatzausfälle bis zum Jahresende zu überbrücken. Gleichzeitig hofft Peter Meyer darauf, dass insbesondere das Geschäft für Busreisen innerhalb Deutschlands in einigen Wochen wieder an Fahrt aufnimmt – nicht zuletzt auch aus Verantwortung gegenüber seinen 14 Mitarbeitern, von denen er aktuell 7 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt hat. Sein Ziel besteht ganz klar darin, alle Angestellten über die Krise hinweg halten und auch langfristig weiter beschäftigen zu können.

 

Bildquelle: Katzenstein Reisen