17.01.2020

BBS und MBG ziehen positive Bilanz für 2019

Gesamtinvestitionen in Höhe von 174,3 Mio. Euro in Sachsen ermöglicht

Dresden, den 17. Januar 2020: Die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG) verbuchen für das vergangene Wirtschaftsjahr erneut Förderzahlen auf sehr hohem Niveau, die gegenüber dem Vorjahr weiter angewachsen sind: Durch die 229 Bürgschaften und Garantien sowie 77 Beteiligungen, die 2019 von der BBS und MBG übernommen wurden, konnten Investitionsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 174,3 Mio. Euro in Sachsen angeschoben bzw. umgesetzt werden. Die beiden Wirtschaftsförder-institutionen trugen mit ihrer finanziellen Unterstützung weiterhin dazu bei, dass in den zurückliegenden 12 Monaten insgesamt 7.196 Arbeitsplätze im Freistaat neu geschaffen bzw. erhalten werden konnten. Sowohl die Zahl der abgesicherten Gesamtinvestitionen wie auch der Arbeitsplätze erreichen somit Höchstwerte.

BBS verbürgt 229 Kredite mit 50,8 Mio. Euro gegenüber Hausbanken

Die BBS vergab im letzten Wirtschaftsjahr 229 Bürgschaften und Garantien für erfolgs-versprechende Investitionsvorhaben, womit die Zahl im Vergleich zum Vorjahr (223 Bürgschaften) abermals anstieg. Von Januar bis Dezember 2019 bewilligte die BBS Anträge für Bürgschaften und Garantien mit einem Gesamtvolumen von 50,8 Mio. Euro – auch hier zeigt sich ein positiver Trend gegenüber dem Vorjahr (48,4 Mio. Euro). Das durchschnittliche Bürgschaftsvolumen erhöhte sich auf 221 Tausend Euro (Vorjahr: 217 Tausend Euro).

Analog entwickelte sich die Summe der ermöglichten Investitionen in Sachsen nach oben: Sie wuchs 2019 um knapp 7 Mio. Euro auf 121,3 Mio. Euro (Vorjahr: 114,4 Mio. Euro). Ein deutliches Wachstum konnte bei der Beschäftigungssituation verzeichnet werden: Die BBS bereitete die finanzielle Grundlage für die Schaffung und den Erhalt von 5.166 Arbeitsplätzen und übertraf den Vorjahreswert (3.367 Arbeitsplätze) damit um 1.799 Stellen, was einem Plus von beachtlichen 53,4 % entspricht.

Markus H. Michalow, Mitgeschäftsführer der BBS und MBG, sagt: „Die BBS versteht sich seit jeher als Selbsthilfeeinrichtung der gewerblichen Wirtschaft in Sachsen. Wie die jüngsten Förderzahlen belegen, konnten wir diesen Anspruch im Jahr 2019 mehr denn je einlösen. Egal ob hochvolumige Darlehen zur Realisierung größerer Investitionsvorhaben oder Kontokorrentkredite für die Sicherung des laufenden Tagesgeschäfts gefordert waren – mit Hilfe der BBS erhielten sächsische Unternehmerinnen und Unternehmer Zugang zu vielfältigen, bedarfsgerechten Finanzierungen.“

Finanzierung von Existenzgründungen weiter auf Wachstumskurs

Die Bilanzzahlen im Bereich Existenzgründungen unterstreichen den ungebrochenen Gründergeist der Sachsen. Wie schon in den Jahren zuvor kam rund die Hälfte aller 2019 vergebenen Bürgschaften und Garantien der Finanzierung von Existenzgründungen zu Gute, die sich als Neugründung oder Betriebsübernahme darstellten: Die BBS gewährte insgesamt 112 Bürgschaften und Garantien für Gründungsprojekte und ebnete so den Weg für Investitionen in Sachsen mit einem Gesamtwert von 61,2 Mio. Euro. Während die Zahl der verbürgten Existenzgründungen verglichen mit dem Vorjahr (105 Neugründungen) moderat um 7 Unternehmen anstieg, lässt sich bei den ermöglichten Gesamtinvestitionen ein signifikanter Anstieg von 17,6 Mio. Euro ausmachen (2018: 43,6 Mio. Euro).

Finanzierung von Unternehmensfolgen mit starkem Zuwachs

Überdurchschnittlich positiv entwickelten sich die Zahlen bei den Übernahmefinanzierungen im Rahmen von Nachfolgen. So stellte die BBS im letzten Jahr insgesamt 72 Urkunden für Bürgschaften und Garantien aus, die der finanziellen Absicherung von derartigen Unternehmensübernahmen dienten. Der Vorjahreswert (48 Bürgschaften und Garantien) wurde somit um 50 % gesteigert. Noch massiver fiel der Zuwachs bei der Höhe der ermöglichten Gesamtinvestitionen aus: Diese hat sich beinahe verdoppelt von 25,6 Mio. Euro auf 49,4 Mio. Euro. Dank der BBS konnte demnach nicht nur eine größere Zahl an sächsischen Unternehmen von ausscheidenden Inhabern abgekauft werden, sondern in diesem Zuge auch bedeutend mehr Finanzmittel investiert werden.

Arne Laß, Mitgeschäftsführer der BBS und MBG, sagt: „Mit ihrem Engagement stellt die BBS unentwegt sicher, dass Nachfolgeregelungen nicht an mangelnden Sicherheiten scheitern – 2019 bildet da keine Ausnahme. Vielmehr bestätigt der starke Aufschwung des letzten Jahres, dass der Bedarf an flexiblen Finanzierungslösungen für Nachfolgen weiter wächst. Wir freuen uns, dass wir zusammen mit den Übernehmern und Hausbanken erneut zahlreiche Betriebe in Sachsen vor der Schließung retten und somit die Angestellten vor dem Verlust ihrer Jobs bewahren konnten.“

 

MBG geht 77 Beteiligungen über 13,4 Mio. Euro an Unternehmen ein

Erfreuliche Zahlen hat auch die MBG für 2019 zu vermelden: Sie beteiligte sich insgesamt 77 Mal an neu gegründeten oder bestehenden Unternehmen in Sachsen (Vorjahr: 73 Beteiligungen). Von allen eingegangenen Beteiligungen speisten sich knapp 20 % aus dem Technologiegründerfonds (TGFS), der durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert ist und u.a. von der MBG gemanagt wird. Insgesamt 16 Beteiligungen, doppelt so viele wie im Jahr zuvor (8 Beteiligungen), wurden 2019 über den Fonds abgewickelt. Als Verwalter des TGFS Basic investiert die MBG speziell in junge Unternehmen, die in Sachsen sitzen und sich auf die Entwicklung bzw. Implementierung innovativer Technologien konzentrieren.

Mit Blick auf die Summe aller von der MBG geleisteten Kapitaleinlagen lässt sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr (8,8 Mio. Euro) ein starker Zuwachs von über 50 % auf stolze 13,4 Mio. Euro erkennen. Setzt man Anzahl und Volumen der 2019 eingegangenen Beteiligungen ins Verhältnis, wird ein erhöhter durchschnittlicher Beteiligungswert von 174 Tausend Euro deutlich (Vorjahr: 121 Tausend Euro). Insgesamt 2,9 Mio. Euro und damit rund ein Fünftel aller von der MBG getätigten Investitionen gehen wiederum auf den TGFS zurück.

Durch die Bereitstellung von frischem Eigenkapital ermöglichte die MBG im letzten Jahr Gesamtinvestitionen in Höhe von 53,0 Mio. Euro, womit der Vorjahreswert (40,9 Mio. Euro) um fast 30 % übertroffen wurde. Hinsichtlich der Arbeitsplätze kann die MBG sogar eine noch höhere Wachstumsrate vorweisen: Durch ihre Kapitaleinlagen wurden 2.030 Stellen neu geschaffen bzw. erhalten. Demnach hat sich die Zahl der Menschen, die dank der MBG einen Job haben, gegenüber 2018 (968 Arbeitsplätze) mehr als verdoppelt.

2020-01-17_Pressemitteilung_Foerderbilanz_2019_BBS-MBG.pdf