25.02.2019

Inneneinrichtung für Fortgeschrittene – SaVia stattet Krankenhäuser mit moderner Medizintechnik aus

Jede Woche schalten rund 5 Millionen Zuschauer ein, wenn die Ärzte der Sachsenklinik in der MDR-Sendung „In aller Freundschaft“ um die Gesundheit ihrer Patienten kämpfen. Doch nicht nur TV-Sendungen rund um den Krankenhausalltag, sondern auch Doku-Soaps zum Thema Einrichten wie etwa „Einsatz in vier Wänden“ stehen seit Jahren weit oben in der Zuschauergunst.

Die jüngst von der BBS geförderte SaVia Medical GmbH (kurz: SaVia) bringt beide Welten in einem Geschäftsmodell zusammen, das sich nicht an Einschaltquoten, dafür aber an Umsatzzahlen messen lässt. Das sächsische Unternehmen stattet Kliniken und Versorgungszentren mit hochwertigen medizinischen Geräten und Einrichtungsgegenständen aus. Mit Sitz in Leipzig agiert die SaVia in genau der Stadt, in der die Sachsenklinik beheimatet ist. Unweit des Drehorts, in den Räumlichkeiten der Leipziger Volksbank, besiegelte die SaVia-Geschäftsführung Anfang dieses Jahres einen erfolgskritischen Finanzdeal: Detlef Graf und Julian Ponke nahmen bei ihrer Hausbank einen Firmenkredit auf, den die BBS verbürgte.

Der Kapitalzuschuss der Leipziger Volksbank dient SaVia zur überlebenswichtigen Liquiditätssicherung. Erst die Ausfallbürgschaft der BBS machte den Kreditvertrag jedoch überhaupt möglich. Neben der finanziellen Hilfestellung schätzt SaVia-Chef Detlef Graf vor allem auch die persönliche Betreuung durch die BBS-Manager: „Die Zusammenarbeit prägte vom ersten Kennenlernen an eine freundschaftliche und sehr offene Atmosphäre. Die Beratung war sehr intensiv und kompetent. Herr Wiehe und Herr Hähnel waren immer für uns erreichbar und gemeinsam konnten wir offene Fragen klären.“ Die neu gewonnenen Finanzressourcen erlauben der SaVia nun wirtschaftliche Handlungsfähigkeit im Projektgeschäft, das vorwiegend auf Ausschreibungen basiert und einiges an Umlaufvermögen erfordert. Schließlich gilt es, preisintensive Produkte wie OP-Tische, Verbandswagen, Wärmestrahler oder EKG-Geräte beim Lieferanten vorzufinanzieren. Zudem berät das SaVia-Team ihre Kunden umfassend, bevor die Ware bestellt und vor Ort in den Kliniken montiert wird.

Obwohl die SaVia erst seit wenigen Monaten formell besteht, bringen ihre Mitarbeiter langjährige Berufserfahrung und Branchenkontakte mit. Das Unternehmen entstand nämlich als Spin-Off der etablierten Saale-med Medizintechnik GmbH (kurz: Saale-med), die 1990 von Detlef Graf und drei weiteren Gesellschaftern in Probstzella gegründet wurde. Im Jahr 2004 kam eine Niederlassung in Leipzig hinzu. Diese wurde seither von Detlef Graf geleitet und nun im Zuge einer Ausdifferenzierung der Geschäftsfelder komplett an ihn übergeben. Den Leipziger Standort führt er jetzt unter dem Dach der neu ins Leben gerufenen SaVia Medical GmbH. „Die Übernahme sollte harmonisch und mit wechselseitiger Achtung der Unternehmen erfolgen“, betont Co-Gründer Julian Ponke. Im Rahmen der Übernahme stieg der 26-Jährige vom leitenden Angestellten der Saale-med zum Mitgeschäftsführer der SaVia auf. Nachwuchsunternehmern, die seinem Beispiel nacheifern wollen, rät er: „mit Zielstrebigkeit und Disziplin die täglich anstehenden Aufgaben zu bewältigen.“

Mit ihrem unermüdlichen Einsatz konnten Detlef Graf und Julian Ponke auch die Leipziger Volksbank als Finanzierungspartner gewinnen. „Die beiden Gründer haben bereits vom ersten persönlichen Gespräch an einen sehr sympathischen und professionellen Eindruck gemacht“, berichtet Bankvertreter Norman Heisig. „Insbesondere der bisherige berufliche Werdegang sowie die Mischung aus betriebswirtschaftlicher und technischer Ausbildung haben mich als Kundenberater überzeugt, so dass wir das Investitionsvorhaben gern zusammen mit der Bürgschaftsbank unterstützt haben.“ Seit 2019 ist SaVia nun als eigenständiges Unternehmen tätig. Im Gegensatz zur Mutterfirma, die vorwiegend niedergelassene Ärzte aus der Region Probstzella betreut, konzentriert sich die SaVia in Leipzig auf private und öffentliche Kliniken in ganz Deutschland. Statt von Konkurrenz ist das Verhältnis beider Firmen durch ein freundschaftliches Miteinander geprägt. Diese erfreuliche Ausgangssituation wie auch die anhaltend positive Entwicklung der Gesundheitsbranche insgesamt versprechen: Anfang gut, alles gut. Und darin unterscheidet sich das Geschäft der SaVia definitiv von der Dramaturgie einer jeden Fernsehserie.

Bilder:

1 – SaVia Geschäftsführer Julian Ponke und Detlef Graf (v.l.n.r.)

2 – Kundenprojekt: Klinikum Schwedt Asklepios, Ausstattung der Endoskopieaufbereitung

3 – Kundenprojekt: Psychiatrische Klinik Asklepios Brandenburg, Wandversorgungeinheiten und Leuchten mit Farbmodul

 

Bildquelle: SaVia Medical GmbH