20.03.2018

Geballte Förderkompetenz unter einem Dach – futureSAX ab sofort im Gebäude der BBS und MBG beheimatet

Die Anton-Graff-Straße 20 in Dresden wird zur ersten Adresse der Gründer- und Investorenszene Sachsens: Zum Monatsbeginn März 2018 ist die futureSAX GmbH als neuer Mieter in das Quartier der BBS und MBG eingezogen. Geschäftsführerin Marina Heimann sieht der gemeinsamen Arbeit voller positiver Erwartungen entgegen, wie sie im Interview erklärt.


Mehrere schlagkräftige Argumente sprachen dafür, dass die Angestellten der futureSAX ihre Büros in das BBS-/MBG-Gebäude verlagerten: In der repräsentativen Villa kann die Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ihrer Arbeit in modern sanierten Räumlichkeiten, nahe des Dresdner Stadtzentrums und mit überregionaler Verkehrsanbindung, nachgehen. Die futureSAX versteht sich dabei als Innovationsplattform des Freistaats Sachsen. Mit ihrem Netzwerk von mehr als 7.000 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt sie zukunftsweisende Ideen über alle Entwicklungsphasen bis hin zur Marktreife. Am neuen Standort befindet sich das futureSAX-Team in bester Gesellschaft: Neben der sächsischen Bürgschaftsbank und Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft hat hier auch der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) einen Sitz. Somit sind vier der finanz- und beratungsstärksten Wirtschaftsförderer im Freistaat von jetzt an in einem Haus vereint. Anlässlich dessen stand die futureSAX-Chefin Marina Heimann nun für ein Interview Rede und Antwort:

Seit März 2018 sitzt das futureSAX-Team in Dresden unter einem Dach mit der BBS und MBG. Welche Überschneidungspunkte sehen Sie in Ihrer täglichen Arbeit?

Heimann: „Wir lieben was wir tun!“ Diese, aus meiner Sicht sehr wertvolle Gemeinsamkeit, verbindet uns und unsere Arbeit seit mehreren Jahren. Aber der größte Schnittpunkt liegt sicherlich darin, dass wir zur Finanzierung des Wachstums von Gründern und jungen Unternehmen seitens futureSAX zahlreiche Kontaktmöglichkeiten mit Kapitalgebern anbieten. Die MBG ist, insbesondere auch über den TGFS, immer auf der „Suche“ nach spannenden Investmentcases. Eine wunderbare Win-Win-Situation, natürlich ohne Exklusivität oder einen Automatismus zu interpretieren. Darüber hinaus vernetzen wir branchenübergreifend Innovatoren und unterstützen den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – und auch hier gibt es Überschneidungspunkte.

Mit welchen konkreten Angeboten unterstützt die futureSAX Unternehmer und Gründer im Freistaat Sachsen?

Heimann: Neben den vielen Angeboten für Gründer zum Netzwerkaufbau, dem Aufbau des eigenen Business und zur Unterstützung beim Markteintritt, haben wir spezielle Formate für innovative Unternehmen entwickelt. Unter anderem organisieren wir mit dem futureSAX-Innovationsforum zweimal im Jahr eine branchenübergreifende Veranstaltung, deren Ziel es ist, Impulse für neue Innovationen zu geben. Ganzgleich, ob neue Trends oder Einblicke in Schlüsseltechnologien und das sehr anwendungsorientiert. Das Sächsische Mentoring Netzwerk hat gezielt den Erfahrungsaustausch im Fokus, um Gründer aber auch Unternehmer im Punkto Unternehmertum, insbesondere im Wachstumsprozess oder auch im Bereich der Unternehmensnachfolge, zu stärken.

Damit die Wirtschaft stärker von den Ergebnissen der Wissenschaft profitieren kann, widmen wir uns im Rahmen der futureSAX-Innovationsbörse ganz dem Transfer. Kurzweilig zeigt dieses Format auf, welche neuen Forschungsergebnisse für Unternehmer existieren oder welche Herausforderungen Unternehmer mit ihren Innovationen lösen können – das ist wie ein Marktplatz für Knowhow.

Aber auch die Stärkung der Sichtbarkeit des Einzelnen und des gesamten Unternehmertums liegen uns am Herzen, z. B. durch die Ausrichtung von Wettbewerben, wie dem Sächsischen Staatspreis für Innovation, Sachsens größtem Gründerwettbewerb – dem futureSAX-Ideenwettbewerb – und dem Sächsischen Transferpreis.

Welche Synergieeffekte versprechen Sie sich davon, nun auch räumlich ganz nah an die Kollegen BBS und MBG heranzurücken?

Heimann: Auf Grund der nun sehr kurzen Wege, erhoffe ich mir natürlich einen noch intensiveren Austausch, auch mit dem TGFS. Zudem kann ich mir gut vorstellen, dass das Thema der Unternehmensnachfolge stärker in den Fokus rückt.

Die Armbanduhr, der Teebeutel oder die Zahncreme – zahlreiche bedeutsame Erfindungen haben ihren Ursprung in Sachsen. Was macht für Sie die Innovationskraft des Wirtschaftsstandorts Sachsen aus?

Heimann: Wie schon Ihre Aufzählung der Erfindungen deutlich machen, ist es vor allem die Vielseitigkeit der Forschungslandschaft und die starke mittelständische Wirtschaft, die über alle Branchen verteilt ist und das sowohl in den Städten als auch im ländlichen Raum. Darüber hinaus ist es schön zu sehen, dass auch die neue Unternehmergeneration – die sächsische Gründerszene – sehr breit aufgestellt ist, überall engagierte Unterstützer anpacken und so ein lebendiges Innovationsökosystem den perfekten Nährboden für neue sächsische Innovationen bereithält.  Werfen Sie mal einen Blick ins futureSAX-Partnernetzwerk – und das ist nur ein Teil des Ganzen…

Zu guter Letzt noch ein Blick in die Glaskugel: Welche Ziele möchten Sie in fünf Jahren mit futureSAX erreicht haben?

Heimann: Wir haben unser Markenzeichen, den Austausch auf Augenhöhe und die Vertrauensebene, gepflegt und weiter ausgebaut. Unsere Angebote und Maßnahmen für die einzelnen futureSAX-Zielgruppen sind weiterhin qualitativ hochwertig und haben sich entsprechend dem Bedarf und der Nachfrage weiterentwickelt. Wir haben erreicht, dass mehr wissensbasierte Gründungen sowie ein stärkerer Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft selbstverständlich sind. Aus heute 7.000 Kontakten im Netzwerk sind mindestens 10.000 geworden. futureSAX ist als Marke für das sächsische Innovationsökosystem erster Ansprechpartner, auch außerhalb von Sachsen und zeigt so gebündelt was in „uns“ steckt. So ein bisschen wie die drei Musketiere der Startup Szene: Gründer, Unternehmer und Transferakteure gemeinsam!

Die BBS-/MBG-Redaktion dankt Frau Heimann für Ihre aufschlussreichen Antworten und freut sich im Namen aller Kolleginnen und Kollegen auf die künftige Zusammenarbeit mit dem futureSAX-Team!

Gleichzeitig möchten wir diese Gelegenheit nutzen, um auf den futureSAX-Ideenwettbewerb hinzuweisen. Der jährliche Wettbewerb prämiert überzeugende Geschäftsideen und Gründungskonzepte aus Sachsen, die sich durch ein besonders hohes Maß an Innovations- und Wachstumsorientierung auszeichnen, mit einem Preisgeld von insgesamt € 30.000 und einem Sachpreis. Er richtet sich branchenübergreifend an Studenten, Wissenschaftler, Angestellte, Selbständige und Erfinder, die ein Unternehmen innerhalb der letzten drei Jahre gegründet haben oder dies in den nächsten zwei Jahren beabsichtigen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2018. Danach werden alle eingereichten Ideen von einer professionellen Jury bewertet – darunter auch von den Fachexperten der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen und des Technologiegründerfonds Sachsen, die den Wettbewerb schon seit vielen Jahren unterstützen. Die Gewinner werden am 25. Juni 2018 bekanntgegeben. Mehr Informationen rund um den futureSAX-Ideenwettbewerb gibt es hier zum Nachlesen.

Über futureSAX

futureSAX, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, gibt Gründern und Unternehmen aus Sachsen Wachstumsimpulse, vernetzt branchenübergreifend Innovatoren und unterstützt den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Zur Finanzierung des Wachstums bietet futureSAX Gründern und Unternehmern zahlreiche Kontaktmöglichkeiten mit Kapitalgebern. 


Bildquelle: Frank Grätz