15.03.2018

Von jetzt an der Herr im Haus – einstiger Mitgesellschafter erwirbt 100% Unternehmensanteile an der JOBMEDICA

Wer ist hier der Boss? Diese Frage können die Mitarbeiter der JOBMEDICA einstimmig mit dem Namen Michél Rothe beantworten. Der Geschäftsmann aus Dresden ist seit 2017 alleiniger Inhaber des Personaldienstleistungsunternehmens und damit zugleich oberster Chef einer 12-köpfigen Mannschaft.

Mit seinem Team vermittelt er medizinische Fachkräfte an sachsenweite Kunden im Gesundheitssektor. Er selbst hat nun die finanziellen Vermittlungsleistungen der BBS in Anspruch genommen. Die Fördereinrichtung stellte durch eine Ausfallbürgschaft die nötigen Sicherheiten für einen Kredit bereit, den Rothe bei der Deutschen Bank anfragte. Dass der Manager vorübergehend einen erhöhten Kapitalbedarf hatte, lag in der bisherigen Gesellschafterstruktur seiner Firma begründet. Ursprünglich gehörten Rothe lediglich 60% vom Stammkapital der JOBMEDICA GmbH. Die Kreditabsicherung der BBS gegenüber seiner Hausbank bildete die Grundlage dafür, dass er auch die restlichen Unternehmensanteile erwerben konnte. Heute hat der geschäftsführende Gesellschafter die komplette Entscheidungsgewalt bei allen Fragen zur strategischen Ausrichtung der JOBMEDICA.

Der Erfolg gibt Rothe recht: Seit der Gründung 2014 verzeichnet das Mittelstandsunternehmen stetig wachsende Umsätze und Marktanteile. Die positiven Bilanzen der vergangenen Jahre bestärkten auch die BBS darin, dass die JOBMEDICA unter dem Allein-Kommando von Rothe – der immer schon Mehrheitseigner war – bestens gesteuert wird. Der CEO erlebte die Zusammenarbeit mit der verantwortlichen BBS-Beraterin Simone Döge als sehr produktiv: „Besonders die erstaunlich kurzen Entscheidungswege und schnelle Bearbeitung haben enorm geholfen.“ Den Antrag auf eine Bürgschaft hatte er mit einem klaren Ziel vor Augen gestellt: „Wir wollten weiter wachsen und vor allem regional stärker werden. Durch die Abkapselung des Mitgesellschafters und dank der Unterstützung der BBS konnte uns das prima gelingen.“ Die wirtschaftliche Glanzleistung beruht auf einem sozialen Motiv: Rothe hat es sich zur Aufgabe gemacht, geeignetes Personal für Praxen, Kliniken, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen zu finden. Dem anhaltenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen begegnet die JOBMEDICA mit verschiedenen Beschäftigungsmodellen. So werden ausgebildete Mediziner in Form einer Arbeitnehmerüberlassung, für eine freiberufliche Honorarvertretung oder zur Festanstellung an die jeweiligen Häuser vermittelt.

Mit dem Kauf der vollständigen JOBMEDICA-Anteile zog Rothe eine nur logische Konsequenz. Wenn der Betriebswirt ein Projekt anpackt, dann steht er immer zu 100% dahinter. Schon das Studium „National Management“ an der Universität St. Gallen schloss er als Jahrgangsbester ab. Sein Netzwerk in der Gesundheitsbranche begann er bei einem der international größten Personaldienstleister aufzubauen, bei dem er die Karriereleiter bis zum Deutschland-Chef des Geschäftsbereichs „Medical & Science“ erklomm. Nebenbei festigte er sein Profil durch diverse medizinische und pflegerische Weiterbildungen. Anschließend war Rothe als Businessmanager der deutschen „Medical & Care“-Sparte für eine weitere renommierte Personalvermittlung tätig. Im Jahr 2014 schließlich schlug er bewusst den Weg in die berufliche Unabhängigkeit ein und rief die JOBMEDICA ins Leben, die mittlerweile Marktführer unter den sächsischen, medizinisch spezialisierten Personaldienstleistern ist. Dafür jedoch brauchte es harte Arbeit und langen Atem, wie der heute 29-Jährige festhält: „Als Papa, Ehemann und Geschäftsführer ist es nicht immer einfach. Aber einfach kann ja jeder. Trotz einer manchmal holprigen Fahrt, habe ich keinen Tag den Sprung in die Selbständigkeit bereut. Ich bin stolz auf den bisherigen Erfolg, allerdings wäre das alles ohne mein starkes Team nicht möglich.“

Bei dem Teamplayer Rothe steht immer der Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten im Mittelpunkt. Das spiegelt sich auch im Tagesgeschäft der JOBMEDICA wider: Basierend auf ihren spezifischen Qualifikationen werden den Jobsuchenden ausgewählte Positionen vorgeschlagen. Durch dieses persönliche Matching erhalten die Personalabteilungen Zugang zu kompetenten Bewerbern, die die Anforderungskriterien der zu besetzenden Stellen optimal erfüllen. Der Segmentierung der Medizinlandschaft trägt Rothe mit einem ausgedehnten Professionsspektrum Rechnung: Egal ob Oberarzt, Krankenschwester, Physiotherapeut, Hebamme, Rettungssanitäter, Sozialpädagogin oder Altenpfleger – in der Personalkartei der JOBMEDICA finden sich Angehörige unterschiedlichster Gesundheitsberufe. Jedes Fachgebiet wird durch einen eigenen Abteilungsleiter vertreten. Dabei verfügen Rothes Mitarbeiter über tiefgründiges Expertenwissen und langjährige Kontakte in ihrem Bereich, sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite. Für die Zukunft hat der rastlose Unternehmer bereits ehrgeizige Pläne geschmiedet: Zu den beiden bestehenden JOBMEDICA-Standorten in Dresden und Leipzig sollen bald auch Niederlassungen in Chemnitz und Bautzen hinzukommen. 


Bildquelle: Christin Schön