29.01.2018

Für alle, die sich trauen – erste konfessionslose Hochzeitskapelle Deutschlands in Sachsen eröffnet

Den schönsten Tag im Leben können Brautpaare künftig in der Hochzeitskapelle Callenberg einläuten – und das auch ohne geistlichen Segen. Die Location für religionsfreie Eheschließungen und Feierlichkeiten aller Art wurde mit Unterstützung der BBS auf einem soliden finanziellen Fundament errichtet.

In den Neubau des historisch anmutenden Kirchengebäudes steckte Betreiber Tino Taubert nicht weniger als 5 Jahre Planungs- und Organisationsarbeit. Bevor im Dezember 2017 die erste Trauung in der Hochzeitskapelle stattfinden konnte, musste er zunächst die notwendigen Investitionsmittel für ihren Bau einwerben. Hierbei erwies sich die BBS als unentbehrlicher Partner: Ihre Ausfallbürgschaft sicherte eine anteilige Finanzierung der Volks- und Raiffeisenbank Glauchau eG ab, die die Errichtung der Event-Kapelle erst möglich machte. Zudem flossen Fördergelder aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) in das außergewöhnliche Bauprojekt mit ein.   

Für die wirtschaftliche Standfestigkeit seiner Hochzeitskapelle hat Initiator Taubert hart gekämpft. Seine Bemühungen wurden schließlich belohnt, als er die BBS als Unterstützer gewinnen konnte. Das öffentlich geförderte Spezialkreditinstitut erkannte das Erfolgspotential seiner Geschäftsidee und war bereit, sein Ausfallrisiko ausreichend gegenüber der Hausbank abzusichern. Der positiven Förderentscheidung ging eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den unternehmerischen Investitionsplänen voraus, wie Taubert erklärt: „Nach umfangreichen Prüfungen und mehreren, sehr ausführlichen Gesprächen bei der BBS in Dresden und auf unserem Baugrundstück im Callenberger Ortsteil Reichenbach kam man zu dem Schluss, dass unser Geschäftsmodell überzeugend, tragfähig und nachhaltig ist.“ Dabei empfand Taubert die fachliche und zwischenmenschliche Zusammenarbeit mit der BBS als äußerst zufriedenstellend: „Die Gespräche, bei denen alle Zweifel beseitigt werden konnten, wurden sehr kompetent, intensiv und freundlich geführt.“

Mit der Erbauung der Hochzeitskapelle Callenberg erfüllte sich Taubert einen persönlichen Herzenswunsch. Er selbst war mit seiner Partnerin jahrelang auf der Suche nach einem repräsentativen Kirchengebäude für die eigene standesamtliche Trauung. Dies gestaltete sich vor allem deshalb als schwierig, weil beide keiner Glaubensgemeinde angehören. Aus der Not entstand so die Idee, einen Kirchenbau nach dem Vorbild der Renaissance auf dem privaten Grundstück zu errichten. Schon bald veröffentlichte Taubert eine virtuelle 3D-Grafik auf seiner Website, die ein erstes realitätsnahes Bild der geplanten Kapelle vermittelte. Noch vor dem ersten Spatenstich hatte er mehr als 300 Anfragen von Paaren aus 7 Bundesländern erhalten, was die hohe Nachfrage nach einer kirchlichen und dennoch religionsunabhängigen Hochzeitslocation verdeutlichte. Auch die überwältigende Medienresonanz aus ganz Deutschland bestätigte Taubert in seinem Vorhaben: Der MDR „Sachsenspiegel“, die ARD-Sendung „Die Story im Ersten“, das Hitradio RTL, das Domradio Köln, die Freie Presse, die Dresdner Neuesten Nachrichten und viele mehr berichteten über das besondere Bauprojekt.

Heute steht mit der Hochzeitskapelle Callenberg die erste konfessionsfreie Kirche Deutschlands in der BBS Förderregion Chemnitz. Die deutschlandweit einzigartige Kapelle im Baustil des 16. und 17. Jahrhunderts befindet sich inmitten einer 9.000 m2 großen Park- und Waldanlage. Im kunstvollen Trausaal, der Platz für bis zu 70 Personen bietet, werden nicht nur Eheschließungen durch das Standesamt Hohenstein-Ernstthal, sondern auch freie Trauungen vorgenommen. Darüber hinaus lässt sich die imposante Räumlichkeit zu einem Festsaal für die anschließenden Hochzeitsfeiern umfunktionieren. Der Saal sowie das angeschlossene Kellergewölbe mit Café können zudem auch für alle anderen festlichen Anlässe wie Schulanfang, Geburtstage, Firmen- und Vereinsfeiern oder für Tagungen gemietet werden. Wenn sich der Bauherr Taubert nun in den neu entstandenen Gemäuern aufhält, bereut er seinen Einsatz in den zurückliegenden Jahren kein bisschen. Indem er seine Erfahrungen weitergibt, möchte er anderen Unternehmern mit großen Visionen „Mut machen, nicht aufzugeben und vielleicht sogar dazu beitragen, dass auch andere tolle Projekte zum Wohle aller Menschen realisiert werden können.“

Abschließend noch ein Programmtipp für alle Interessierten: Das Team des ProSieben Magazins „taff“ hat der Hochzeitskapelle erst kürzlich einen Besuch abgestattet. Der dabei produzierte TV-Beitrag kann aktuell in der Mediathek nachgeschaut werden. Der Bericht über Tauberts Event-Kapelle ist im letzten Drittel der Sendung zu finden.



Bildquellen: Vivienne Leis