04.08.2015

Mediation - Ein guter Weg zur Einigung

Eine Mediation hilft konfliktträchtige Situationen wie innerbetriebliche Streitigkeiten, Auseinandersetzungen im Prozess der Unternehmensnachfolge oder mit Geschäftspartnern außergerichtlich sowie zeit- und kostensparend zu lösen. Das Verfahren gewinnt aufgrund des funktionierenden Konfliktmanagements zunehmend an Bedeutung. Bis zu 80 Prozent der Mediationen erzielen ein nachhaltig positives Ergebnis.

Bei einer Unternehmensnachfolge bieten menschliche, familiäre, betriebswirtschaftliche oder steuerrechtliche Aspekte ein erhöhtes Konfliktpotenzial, welches sowohl Unternehmer und Mitarbeiter als auch Unternehmen insgesamt belasten kann. Da es um den Fortbestand des Unternehmens geht, helfen langfristige juristische Mittel in den meisten Fällen wenig. Wenn ein Unternehmer seinen Betrieb übergibt, ist die Mediation im Streitfall ein effektives Instrument zur Lösungsfindung zwischen Nachfolger und Übergeber, Führungskräften und Mitarbeitern oder unter Kollegen.

Das Verfahren beginnt in Vorgesprächen mit dem Mediator. In diesen analysiert er den Konflikt und überprüft, ob eine Mediation zielführend umgesetzt werden kann. Trifft dies zu, werden in einer Vereinbarung die Kommunikationsweise, der Ablauf der Mediation und die Kosten geregelt. Sind die Medianten schließlich mit dem neutralen Dritten an einem Tisch versammelt, bringt dieser den Dialog durch gezielte Gesprächsführung voran. Dabei werden Themen gesammelt und individuelle Interessen hinterfragt. Ziel ist es, dass beide Parteien die Perspektive des jeweils anderen verstehen und in der Mediation an gemeinsam akzeptierten Lösungen für die Zukunft arbeiten. Dies wird stets in einem vertraulichen Rahmen und oft in mehreren Treffen umgesetzt. In der Regel werden die Medianten einige Zeit nach Abschluss des Verfahrens erneut durch den Mediator kontaktiert, um zu erfahren, ob die Vereinbarungen eingehalten wurden oder ob nachjustiert werden muss.

Die Vorteile einer Mediation liegen in den tragfähigen, kooperativen und konstruktiven Ergebnissen, in der Zeit- und Kostenersparnis gegenüber den oft jahrelangen Gerichtsverfahren sowie in der Chance persönliche (Geschäfts-)Beziehungen zwischen den Konfliktparteien wiederherzustellen oder aufrechtzuerhalten. Es ist ratsam, einen Mediator zu konsultieren, bevor ein Konflikt festgefahren ist, beispielsweise wenn sich eine andauernde Unzufriedenheit oder Isolation einer Person abzeichnet oder die persönliche Kommunikation eingestellt wurde. Im Fall eines Konfliktes können sich Unternehmer an die sächsischen Kammern wenden. Sie haben erfahrene Mediatoren gelistet und geben auf Anfrage entsprechende Kontaktdaten und Informationen weiter.

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie unter anderem auf den Internetseiten der Industrie- und Handelskammern:

>> IHK zu Leipzig

>> IHK Chemnitz