22.01.2015

Bürgschaftsbank Sachsen und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen weisen erfreuliche Förderbilanz 2014 auf

Dresden, 22.01.2015. Das Volumen der durch die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) ausgegebenen Bürgschaften und Garantien ist im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 50,6 Millionen Euro (Vorjahr 40,7 Millionen Euro) gestiegen. Damit wurden Gesamtinvestitionen von 123,3 Millionen Euro (+35 Prozent) ermöglicht.

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG Sachsen) konnte im vergangenen Jahr Beteiligungen mit einem Volumen von 10,7 Millionen Euro (+62 Prozent) eingehen. Darunter waren 152 Kleinst-Beteiligungen aus dem bundesweiten Mikromezzaninfonds Deutschland. Sachsen ist damit in der Nutzung dieses Förderangebotes Spitzenreiter unter den neuen Bundesländern.

Die aktuell günstigen Finanzierungsbedingungen tragen dazu bei, dass der Bedarf  für Bürgschaften und Garantien  in Sachsen wie auch deutschlandweit weiterhin verhalten ist. Das Niedrig-Zinsumfeld ist für KMU erfreulich und  die vom ifo-Institut ermittelte Kredithürde ist im Dezember 2014 auf einen historischen Tiefststand gesunken. Unternehmen kommen einfacher an Kredite bzw. sind immer besser in der Lage Finanzierungen mit Eigenmitteln durchzuführen. Trotz der niedrigen Zinsen sind KMU vorsichtiger geworden. Die geringere Investitionsbereitschaft wird auch durch den KfW-Konjunkturkompass bestätigt.

Dennoch konnte die BBS im vergangenen Geschäftsjahr 257 Unternehmen mit Bürgschaften und Garantien in Höhe von 50,6 Millionen Euro unterstützen. Das sind ca. 10 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit konnten Gesamtinvestitionen von 123 Millionen Euro ermöglicht und zur Schaffung und Sicherung von knapp 5.000 Arbeitsplätzen in Sachsen beigetragen werden.

Aufgrund der schwierigen politischen Großwetterlage sowie der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in Europa steigen die Risiken  einer konjunkturellen Stagnation. Falls sich die Konjunktur in Sachsen wieder  verschlechtern sollte, erwartet die BBS und die MBG  höhere Nachfrage an Bürgschaften und Beteiligungen. Geschäftsführer der BBS und MBG Sachsen Markus H. Michalow rechnet damit, dass neben Bürgschaften  besonders auch Beteiligungen der MBG Sachsen zukünftig  weiter an Attraktivität gewinnen werden: „Unsere klein- und mittelständischen Unternehmen in Sachsen  müssen auch , insbesondere vor dem Hintergrund der regulatorischen Bestimmungen von Basel III, weiter ihr Eigenkapital stärken. Stille Beteiligungen verbessern die wirtschaftliche Eigenmittelbasis der KMU und verschaffen ihnen damit neuen Handlungsspielraum für Kreditfinanzierungen durch ein verbessertes Rating.“

Insbesondere kleine, junge und innovative Unternehmen haben es aufgrund einer geringen Eigenkapitalquote oftmals immer noch schwer eine Kreditfinanzierung zu erhalten. Für diese Unternehmen wurde im Jahr 2013 der mit 35 Millionen Euro aus dem ERP-Sondervermögen und Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) ausgestattete Mikromezzaninfonds Deutschland ins Leben gerufen, der im August 2014 sogar auf 70 Millionen Euro aufgestockt wurde. Im Fokus dieses Fonds stehen Existenzgründer, insbesondere aus der Arbeitslosigkeit, und Unternehmer mit Migrationshintergrund sowie Vorhaben aus der Kreativwirtschaft. Die MBG Sachsen konnte seit Start des Fonds im September 2013 bereits 177 Mikromezzanin-Beteiligungen mit einem Gesamtvolumen von 7,7 Millionen Euro eingehen.

2015-01-22_BBS_MBG_Pressemitteilung.pdf